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Deutschsprachige Hadithe des Propheten Muhammad (s)

Abdullah ibn Mas’ud (r) berichtet, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: „Nach mir werden Selbstsucht und andere Dinge, die ihr verabscheut, auftreten.“ Sie fragten: „Oh Gesandter Allahs! Was empfiehlst du denjenigen von uns, die das erleben?“ Er antwortete: „Erfüllt eure Pflichten und erbittet von Allah eure Rechte.“

(Al-Bukhari und Muslim)

Abu Musa al-Asch’ari (r) erzählte: Einst ging ich mit zwei Vettern (väterlicherseits) zum Propheten (s). Da sagte einer der beiden zu ihm (s): „Oh Gesandter Allahs! Ernenne mich zum Herrscher über einen Teil dessen, was Allah, der Allmächtige und Erhabene, deiner Obhut anvertraut hat!“ Und der andere sagte das gleiche. Da sagte er (s): „Bei Allah, gewiss betrauen wir niemals irgendjemanden mit einem Amt, der darum bittet oder gierig danach ist.“

(Al-Bukhari und Muslim)

`Abdullah berichtete:
„Wir waren zur Zeit des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, noch junge Männer, die nichts hatten, und der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte zu uns: „O ihr jungen Leute, wer von euch in der Lage ist, den Pflichten der Ehe nachzugehen, der soll heiraten denn dies hilft, die Blicke (zu anderen Frauen) zurückzuhalten und die Keuschheit vor Schändlichkeiten zu wahren. Wer aber dies nicht zu tun vermag, der soll fasten denn es ist eher für ihn ein Schutz (vor sündhafter Handlung)!““

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 5066]

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „über die Menschen wird eine Zeit kommen, in der es dem einen gleichgültig sein wird, ob er seinen Erwerb aus einer erlaubten (halal) oder aus einer unerlaubten (haram) Quelle erzielte.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 2059]

Ibn `Umar berichtete: „Eine von `Umars Frauen pflegte das Morgengebet und das Nachtgebet mit der Gemeinschaft in der Moschee zu verrichten. Dies wurde ihr von den anderen wie folgt vorgehalten: „Warum gehst du (aus deiner Wohnung) hinaus, wo du doch weißt, dass `Umar dies nicht mag, und daß er eifersüchtig ist?“ Sie erwiderte: „Was hält ihn davon zurück, es mir zu verbieten?“ Darauf wurde ihr gesagt: „Er (`Umar) hält sich deshalb davon zurück, weil der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Verbietet den Dienerinnen Allahs nicht, dass sie in die Moscheen Allahs gehen!““

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0900]

Jemand fragte: “Allahs Gesandter, welche (Art von) sadaqa wird mehr belohnt?” Er antwortet: “Daß du sadaqa gibst, wenn du gesund und knapp (in bezug auf deinen Unterhalt) bist, die Armut fürchtest und auf Reichtum hoffst. Warte damit nicht, bis du den Tod nahen fühlst und du dann sagst: “Dies ist für den und das für den”, wo es dann schon (fast) einem anderen gehört.” (Abu Huraira; Buchari, Muslim)

Abu Huraira (r) überliefert, dass ein Mann zum Propheten (s) kam und fragte: „Oh Gesandter Allahs, welche Sadaqa ist am wertvollsten bezüglich der Belohnung Allahs?“ Er antwortete: „Dass du gibst, während du dich guter Gesundheit erfreust, trotz der Habsucht und des Verlangens nach Reichtum, und wenn du dies rechtzeitig tust, ohne es zu verschieben bis du im Schatten des Todes bist, um dann zu sagen: ‚Dem Soundso dieses und dem Soundso jenes, und derjenige bekommt dies und jenes …“‚
(Al-Bukhari und Muslim)

Buraida (r) berichtet, dass der Prophet (s) (die Muslime) lehrte, beim Besuch eines Friedhofs folgendes zu sagen lehrte: „Friede sei mit dir, du Wohnstätte der Gläubigen und Muslime. Gewiß werden wir euch nachfolgen, wenn Allah will. Ich bitte Allah um Wohlbefinden für uns und für euch.“* (Muslim) * Auf Arabisch lautet dies: „As-salamu alaikum ahla-diyari minal-mu’minina wal-muslimina wa inna InshaAllahu bikum la hiqun, as’alu-llaha lana wa lakumul-‚afiya.“

Abu Huraira (r) erzählte, dass der Prophet (s) folgendes Gleichnis erzählte: „Ein Mann verspürte, als er des Weges zog, großen Durst. Beim Erreichen eines Brunnens stieg er in diesen hinab, trank Wasser zur Genüge und stieg wieder hinauf. Da sah er einen Hund mit hängender Zunge, der vor lauter Durst Schlamm aufleckte. Der Mann sagte zu sich, dass der Hund den gleichen Durst verspüren müsse, den er selbst wenig zuvor gehabt hatte. So stieg er nochmals in den Brunnen hinab, füllte seinen Lederstrumpf mit Wasser, stieg wieder hinauf – wobei er den Strumpf mit seinen Zähnen festhielt – und gab dem Hund zu trinken. Allah schätzte die Tat dieses Mannes und vergab ihm seine Sünden. Der Prophet (s) wurde gefragt: „Oh Gesandter Allahs (s), werden wir auch für Freundlichkeit gegenüber Tieren belohnt?“ Er antwortete: „Es gibt Belohnung für Freundlichkeit gegenüber jedem Lebewesen.“

(Al-Bukhari und Muslim)

Dscharir Ibn Abdullah berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: Allah wird demjenigen nicht barmherzig sein, bei dem die Menschen kein Erbarmen finden.

Sahih Al-Bukhary

Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
„Die Leute des Yemen unternahmen gewöhnlich den Hadschdsch, ohne Reiseproviant mitzunehmen sie (versuchten, ihr Verhalten zu rechtfertigen, indem sie) sagten: ‚Wir sind Leute, die sich auf Allah verlassen.‘ Wenn sie aber in Makka ankamen, bettelten sie die Menschen an. Da offenbarte Allah der Erhabene: ‚[..]Und versorgt euch mit Reisevorrat, doch der beste Vorrat ist die Gottesfurcht. [..]'“ (Qur`an 2:197)

Al-Bukhary

Ibrahim berichtete von ‚Abdullah, der seinerseits sagte:
„Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, betete und ich weiss nicht (sagte Ibrahim), ob er das Gebet mit mehr oder weniger Rak’a verrichtete. Als er das Gebet mit dem Taslim beendet hatte, wurde ihm von den Leuten folgende Frage gestellt: »O Gesandter Allahs, ist im Gebet etwas Neues geschehen?« Als der Prophet sich nach dem Grund dieser Frage erkundigte, sagten die Leute: »Du hast soundso gebetet!« Darauf zog er seine Beine an sich, nahm die Qibla -Richtung ein, warf sich zweimal nieder und sprach anschließend den Taslim. Danach kam er mit dem Gesicht auf uns zu und sagte:»Wäre etwas Neues im Gebet geschehen, so hätte ich es euch von selbst mitgeteilt. Doch ich bin nur ein Mensch wie ihr, der auch vergißt, wie ihr vergesst. Wenn ich etwas vergesse, so erinnert mich daran. Wenn einer von euch über sein Gebet im Zweifel ist, der soll sich seiner Richtigkeit vergewissern: Er soll das Gebet mit der im Zweifel fehlenden Zahl von Rak’a beenden, den Taslim sprechen und anschließend zwei Niederwerfungen vollziehen.« “

(Bukhari)

Abdullah Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: „Als Al-Fadl hinter dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, ritt, kam eine Frau vom Stamm Chatham, und Al-Fadl begann, sie anzuschauen, während sie ebenfalls damit begann, ihn anzuschauen. Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, drehte das Gesicht von Al-Fadl in die andere Richtung. Die Frau sagte dann: ‚Oh Gesandter Allahs, die Pilgerfahrt, die Allah Seinen Dienern zur Pflicht gemacht hat, wurde verkündet, als mein Vater sehr alt war und sich auf dem Reittier nicht mehr festhalten konnte. Darf ich den Hadschdsch für ihn vornehmen?‘ Der Prophet antwortete: ‚Ja!‘ Und dies geschah während der letzten Pilgerfahrt.“

Al-Bukhary

Abu Sufyan Sakhr ibn Harb (r) erzählte in seinem langen Bericht über das, was sich bei (dem oströmischen Kaiser) Heraklios ereignet hatte, dass Heraklios fragte: „Was lehrt er (der Prophet (s)) euch?“, und Abu Sufyan fuhr fort: „Ich antwortete: „Betet zu Allah allein und gesellt ihm nichts bei und wendet euch von dem ab, was eure Vorfahren sagten‘, und er hält uns dazu an, das Gebet zu verrichten, aufrichtig zu sein, züchtig zu bleiben und die Verwandtschaftsbande zu achten.“

(Al-Bukhari und Muslim)

Der befreite Sklave des Gesandten Allahs (s) Thauban ibn Budschdud (r) überliefert, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: „Das beste (für Allah) ausgegebene Geld ist, was man für seine Familie aufwendet, dann folgt der Betrag, den man für sein Reittier im Dschihad um Allahs willen ausgibt, und dann der Betrag, den man für seine Gefährten um Allahs willen ausgibt.“

(Muslim)